Wer ohne Makler verkauft, übernimmt eine Aufgabe, die nicht im Exposé steht.
Sie wollen Ihre Immobilie selbst veräußern, weil Sie die Sache in eigener Hand behalten möchten, weil keine Provision gezahlt werden soll oder weil Sie genug Marktverständnis mitbringen. Was dabei wirklich auf Sie zukommt, hat selten mit der Anzeige zu tun. Es hat mit Unterlagen zu tun, mit einer ehrlichen Preisvorstellung, mit Gesprächen, die Sie führen müssen, und mit einem Vertrag, den Sie unterschreiben werden.
Modul eins
Was passiert mit Ihnen.
Der erste Impuls beim privaten Verkauf ist meistens Pragmatismus. Sie kennen das Haus, Sie kennen die Lage, Sie kennen den Wert ungefähr. Die Anzeige scheint überschaubar, ein Makler scheint vermeidbar. In den ersten Wochen werden Sie merken, dass der eigentliche Aufwand woanders liegt. Sie sortieren Unterlagen, die Sie seit Jahren nicht in der Hand hatten. Sie führen Telefonate mit Menschen, die fragen, ohne ernsthaft kaufen zu wollen. Sie hören Preisargumente, die Sie nicht erwartet haben. Und Sie merken, dass jede Antwort, die Sie geben, eine Position ist, die Sie auch verteidigen müssen.
Dann kommt die Frage, die der Privatverkauf am stärksten stellt. Ist mein Preis der richtige, oder ist er der, den ich mir wünsche. Hier scheiden sich die ruhigen Verkäufe von den langwierigen. Wer früh Klarheit über die eigene Schmerzgrenze hat, verkauft selten unter Druck. Wer den Preis erst im Gespräch findet, verliert oft Zeit und Verhandlungsspielraum.
Modul zwei
Was passiert mit Ihrer Immobilie.
Eine Immobilie zu verkaufen ist juristisch keine Übergabe, sondern eine Kette von einzelnen Schritten, die alle in einem Notartermin münden. Vor dem Termin sammeln Sie die Unterlagen, die Käufer und finanzierende Bank brauchen, also Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis, Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen, Versicherungsnachweise und Wohnflächenberechnung. Diese Unterlagen sind nicht Formsache, sondern die Grundlage jeder Preisverhandlung und jeder Finanzierungszusage.
Der Notar ist kein Ersatz für den Makler. Er verliest den Vertrag, er beurkundet, er versendet später die Fälligkeitsmitteilung an Käufer und an Sie. Er handelt nicht für eine Seite, er prüft nicht den Preis, er ist nicht Ihre Beratung. Wer das beim privaten Verkauf vorausgesetzt hat, kommt zum Termin mit Erwartungen, die nicht erfüllt werden.
Der notariell beurkundete Kaufpreis fließt nicht automatisch auf Ihr Konto. Er fließt erst nach Erfüllung der Fälligkeitsvoraussetzungen, die im Vertrag stehen. Bestehende Belastungen, also Grundschulden Ihrer Bank, werden aus diesem Kaufpreis abgelöst. Die Summe, die danach bei Ihnen verbleibt, ist die Differenz zwischen Kaufpreis und Ablösung, abzüglich der Posten für Notar und Vorfälligkeit.
Modul drei
Was Sie jetzt tun können.
Drei Schritte tragen einen privaten Verkauf, der nicht in die Verkaufsmechanik der Branche fällt. Erstens, klären Sie vor jeder Anzeige, was die Immobilie heute realistisch wert ist. Realistisch heißt, was am Markt aktuell bezahlt wird, nicht was die Bewertungsrechner versprechen. Eine zweite Meinung von einer Person, die nicht an Ihrem Verkauf verdient, ist hier mehr wert als zehn Online-Bewertungen.
Zweitens, bereiten Sie die Unterlagen vor, bevor Sie die Anzeige schalten. Käufer, die ernsthaft anfragen, erwarten Antworten in Stunden, nicht in Tagen. Wer auf die erste konkrete Frage zwei Wochen lang sucht, verliert die Anfrage und damit häufig den besten Preis.
Drittens, lassen Sie sich nicht von der ersten Anfrage zur Eile drängen. Privater Verkauf hat keine gesetzliche Frist. Wer ruhig bleibt, verkauft in der Regel besser. Wenn Sie an einer Stelle unsicher werden, ob bei der Preisfrage, beim Vertragstext oder bei der Übergabe, holen Sie sich punktuelle Beratung dazu. Sie verkaufen weiterhin selbst, Sie haben nur eine Stimme an Ihrer Seite, die nicht an einer Provision verdient.
Drei Phasen
Drei ruhige Phasen, statt einer Rennstrecke.
Privatverkauf hat keine gesetzliche Frist. Aber er hat eine Reihenfolge, die einen Unterschied macht. Wer in der falschen Phase Tempo macht, verliert in der nächsten.
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Phase 01
Vorbereitung
Sie sammeln die Unterlagen, klären eine realistische Preisvorstellung und legen das Exposé an, bevor die erste Anzeige läuft.
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Phase 02
Vermarktung
Sie schalten die Anzeige, führen Vorgespräche, vereinbaren Besichtigungen und verhandeln den Preis mit ernsthaften Interessenten.
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Phase 03
Beurkundung
Sie wählen einen Notar, prüfen den Vertragsentwurf, gehen zum Beurkundungstermin und begleiten die Abwicklung bis zur Übergabe.
Erstgespräch zum Privatverkauf
15 Minuten, kostenlos und unverbindlich.
Sie verkaufen selbst und wünschen sich an einer Stelle eine zweite Stimme. In einer Viertelstunde besprechen wir, an welcher Stelle Sie heute stehen und welche Frage als nächstes klug ist.
Was Sie mitbringen
Eine ruhige Viertelstunde, eine grobe Beschreibung des Objekts und die Frage, die Sie heute am stärksten beschäftigt.
Was wir besprechen
Preisvorstellung, Stand der Unterlagen, Strategie für die Anzeige, Wahl des Notars und welcher Schritt für Sie heute der nächste ist.
Was danach passiert
Sie gehen mit einer klaren Einschätzung aus dem Gespräch und wissen, welcher Schritt als nächstes sinnvoll ist. Eine Fortsetzung kommt nur, wenn Sie das wünschen.
Platzhalter Buchungsfenster
Hier erscheint das Buchungsfenster für die fünfzehnminütige Erstberatung, sobald der Bereich in den sichtbaren Teil der Seite kommt. Die Vorlauffrage zur Lebenslage Privatverkauf wird beim Öffnen automatisch vorbelegt.
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