Der Wert einer Immobilie ist keine Zahl, sondern eine Frage der Methode.
Was Ihre Immobilie wirklich wert ist, hängt nicht an einem Algorithmus, sondern an drei Bewertungsverfahren, an den realen Verkäufen der letzten Monate und an dem Unterschied zwischen einem rechnerischen Marktwert und dem Preis, der am Ende auch tatsächlich gezahlt wird.
Modul eins
Was passiert mit Ihnen.
Die Frage nach dem Wert kommt selten allein. Sie kommt mit einem Anlass. Ein Verkauf steht an, eine Scheidung / Trennung steht im Raum, eine Erbschaft will geordnet werden, eine Bank fragt nach einer Bewertung für eine Finanzierung. In dem Moment, in dem Sie die Frage stellen, suchen Sie nach einer Zahl, die zur Lage passt, mit der Sie weiterarbeiten können.
Die meisten Eigentümer beginnen mit einer Online-Bewertung. Das ist nachvollziehbar, weil sie schnell, kostenfrei und unverbindlich wirkt. Was dabei selten dazugesagt wird, ist die Spanne, die solche Algorithmen produzieren. Sie arbeiten mit statistischen Mittelwerten und können den Zustand, die Ausstattung und die mikrolokalen Besonderheiten Ihrer Immobilie nicht sehen. Eine Online-Bewertung liefert eine grobe Größenordnung, sie liefert keinen verhandelbaren Preis.
Der zweite Schritt ist meist eine Bewertung durch einen Makler. Eine fundierte Maklerbewertung ist oft tragfähig, besonders bei Standardobjekten in vergleichbaren Lagen. Was sie naturgemäß nicht leistet, ist eine Einschätzung, die völlig losgelöst von der späteren Vermarktung steht. Genau dort kann eine zweite Stimme helfen, die nicht am Verkauf verdient und die offen sagt, wo die Spanne realistisch liegt. Wer mit einem zu hohen Wert in den Markt geht, verliert die ersten Wochen, in denen ein Objekt am stärksten gefragt ist.
Modul zwei
Was passiert mit Ihrer Immobilie.
Die Ermittlung des Verkehrswerts in Deutschland folgt der Immobilienwertermittlungsverordnung, kurz ImmoWertV. Sie kennt drei Verfahren, die nicht beliebig austauschbar sind. Welches Verfahren passt, hängt vom Objekttyp ab. Eine Eigentumswohnung wird anders bewertet als ein Mehrfamilienhaus, und ein freistehendes Einfamilienhaus wird anders bewertet als eine Reihenhauszeile.
Das Vergleichswertverfahren trägt überall dort, wo der Markt genug ähnliche Verkäufe gesehen hat. Es nimmt tatsächlich erzielte Kaufpreise vergleichbarer Objekte und passt sie über Korrekturfaktoren an Ihre Immobilie an. Es ist das marktnächste Verfahren, weil es mit echten Preisen arbeitet, nicht mit Modellrechnungen.
Das Sachwertverfahren rechnet, was es kosten würde, das Objekt heute neu zu errichten, zieht die Alterswertminderung ab und addiert den Bodenwert. Es kommt zum Einsatz, wenn ein freistehendes Haus zu individuell ist, um Vergleichspreise zu finden. Die Ergebnisse weichen häufig vom Markt ab und werden über einen Marktanpassungsfaktor angeglichen.
Das Ertragswertverfahren ist die Methode für Renditeobjekte. Es kapitalisiert die nachhaltig erzielbare Jahresnettomiete mit einem objekt- und lagespezifischen Liegenschaftszinssatz und addiert den Bodenwert. Wer eine vermietete Immobilie hält, sollte mindestens diesen Wert kennen, weil er die Verhandlungsgrundlage gegenüber einem Investor abbildet.
Marktwert ist nicht erzielbarer Verkaufspreis. Der Marktwert nach ImmoWertV beschreibt den Preis, der unter normalen Marktverhältnissen wahrscheinlich erzielbar wäre. Der erzielbare Verkaufspreis ist das, was am Ende ein konkreter Käufer in einer konkreten Lage tatsächlich zahlt. Beide Werte können näher beieinander liegen oder weiter auseinander, das ist eine Frage von Nachfrage, Zustand, Vermarktung und Verhandlung.
Modul drei
Was Sie jetzt tun können.
Drei Schritte tragen eine ehrliche Wertbestimmung. Erstens, klären Sie den Anlass, bevor Sie die Bewertung beauftragen. Eine Bewertung für eine Bank braucht eine andere Tiefe als eine Bewertung für eine Auseinandersetzung in der Erbengemeinschaft oder eine Bewertung als Vorbereitung auf einen privaten Verkauf. Wer den Anlass kennt, wählt das passende Verfahren und die passende Form, vom formellen Wertgutachten bis zur sachlichen Einschätzung.
Zweitens, holen Sie sich mindestens zwei unabhängige Einschätzungen. Eine Online-Bewertung darf der Startpunkt sein, sollte aber nie der einzige sein. Eine Maklerbewertung kann dazukommen, sollte aber kritisch eingeordnet werden, weil dort ein Vermarktungsinteresse mitwirkt. Eine sachliche zweite Meinung, die nicht an einer Provision verdient, schließt die Spanne ein und macht den realistischen Bereich sichtbar.
Drittens, holen Sie sich eine immobilienspezifische Beratung, die das Ergebnis mit Ihnen liest. Eine Zahl auf einem Blatt Papier ist noch keine Antwort. Die Antwort entsteht in dem Gespräch, in dem die Spanne erklärt wird, in dem die Annahmen kritisch geprüft werden und in dem klar wird, welche Konsequenzen sich aus dem Wert für Ihre konkrete Lage ergeben. Mehr als zwanzig Jahre in der Immobilienwirtschaft helfen, weil die Verfahren in der Praxis selten so sauber greifen, wie sie in der Verordnung stehen.
Drei Verfahren
Drei Verfahren, nicht beliebig austauschbar.
Die Immobilienwertermittlungsverordnung kennt drei Verfahren. Welches passt, hängt am Objekttyp und am Anlass. Wer mit dem falschen Verfahren rechnet, bekommt eine Zahl, die nicht trägt.
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Verfahren 01
Vergleichswertverfahren
Eigentumswohnungen, Reihenhäuser, typische Doppelhaushälften
Der Wert ergibt sich aus tatsächlich erzielten Kaufpreisen vergleichbarer Objekte in der gleichen Lage. Die Methode trägt überall dort, wo der Markt eine ausreichende Zahl ähnlicher Verkäufe gesehen hat. Die Datengrundlage liefern Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse und die eigene Marktbeobachtung.
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Verfahren 02
Sachwertverfahren
Freistehende Einfamilienhäuser ohne ausreichende Vergleichsobjekte
Der Wert ergibt sich aus dem Bodenwert nach Bodenrichtwert plus dem Wert des Gebäudes nach Normalherstellungskosten, abzüglich Alterswertminderung und unter Berücksichtigung des Marktanpassungsfaktors. Die Methode kommt zum Einsatz, wenn das Objekt zu individuell ist, um Vergleichspreise zu finden.
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Verfahren 03
Ertragswertverfahren
Mehrfamilienhäuser, Gewerbeobjekte und vermietete Renditeobjekte
Der Wert ergibt sich aus der nachhaltig erzielbaren Jahresnettomiete, kapitalisiert mit einem objekt- und lagespezifischen Liegenschaftszinssatz. Der Bodenwert wird gesondert hinzugerechnet. Die Methode trägt dort, wo die Immobilie als Anlageobjekt betrachtet wird, nicht als selbst genutztes Zuhause.
Erstberatung zur Lebenslage
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Sie wollen wissen, was Ihre Immobilie wirklich wert ist, und möchten an einer Stelle eine zweite Stimme. In einer Viertelstunde besprechen wir, an welcher Stelle Sie heute stehen und welches Verfahren zu Ihrer Lage passt.
Was Sie mitbringen
Eine ruhige Viertelstunde, eine grobe Beschreibung der Immobilie und die Frage, die Sie heute am stärksten beschäftigt.
Was wir besprechen
Anlass der Bewertung, passendes Verfahren, realistische Spanne und welcher Schritt für Sie heute der nächste ist.
Was danach passiert
Sie gehen mit einer klaren Einschätzung aus dem Gespräch und wissen, welcher Schritt als nächstes sinnvoll ist. Eine Fortsetzung kommt nur, wenn Sie das wünschen.
Platzhalter Buchungsfenster
Hier erscheint das Buchungsfenster für die fünfzehnminütige Erstberatung, sobald der Bereich in den sichtbaren Teil der Seite kommt. Die Vorlauffrage zur Lebenslage Immobilienwert wird beim Öffnen automatisch vorbelegt.
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